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Zurückliegende Neuerscheinungen
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 THOROFON CTH 2553
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Harald Genzmer 9.2.1909 – 16.12.2007 Zum 100. Geburtstag 10 CDs
„Aber eins ist sehr wichtig: Erst mit der Zeit stellt sich heraus, was in der Literatur und Musik Bestand hat […] Es bleibt doch nur das Wirkliche übrig. Ob das jetzt in ist oder nicht“. Das Zitat von Harald Genzmer aus dem Jahr 2004 weist auf eine tief wurzelnde Sichtweise hin. Wesentliches seiner inneren Grundhaltung ist vor dem Hintergrund dieses Bekenntnisses zu verstehen. Diese in späten Jahren geäußerte Überzeugung, die zunächst eher distanziert und nüchtern wirkt, bestimmte sein Verhältnis zum Gegenstand und letztlich zu sich selbst. Sie fällt zusammen mit Genzmers Eigenständigkeit als Komponist und Lehrer gegenüber Zeit- und Modeerscheinungen. Die Musik als solche, der musikalische Gehalt steht im Zentrum und untrennbar damit verbunden: Der musizierende und hörende Mensch. Er ist es, der zur maßgeblichen Instanz des Schaffensprozesses wird. Daher wäre es gänzlich irreführend, würde man ableiten, es fehle dem Werkschaffen und der Lehre an Leidenschaftlichkeit, innerer Glut und unmittelbarem Zeitbezug oder es herrsche gar abgeklärte Nüchternheit vor. Das Gegenteil offenbarte sich demjenigen, der Harald Genzmer persönlich kennen lernen durfte, und zeigt sich weiterhin in vitalster Weise in seiner Musik - dem Interpreten und Hörenden gleichermaßen. Vorliegende Aufnahmen geben einen Einblick in das facettenreiche und vielschichtige Werk Genzmers. Bedacht sind Orchester-, Kammer-, Klavier- und Chormusik. In zahlreichen Kompositionen zeigt sich die enge Zusammenarbeit mit den Interpreten. Auch wenn bei Genzmer im Werkschaffen wie auch auf dieser Zusammenstellung die Instrumentalmusik die Vokalmusik quantitativ überragt, so bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Jahren eine verstärkte musikpraktische und wissenschaftliche Hinwendung zu den Vokalwerken eintritt, denn ohne die Kenntnisse der Vokalmusik bleibt auch die Instrumentale in weiten Teilen unverstanden.
Textauszug aus dem Booklet: © Marcus Faul
CD 1 - Orchesterwerke Vol. II CD 2 - Chormusik CD 3 - Musik für Harfe und Violoncello CD 4 - Musik für Violoncello, Kontrabass und Klavier CD 5 - Solokonzerte mit Orchester CD 6 - Solokonzerte für Flöte, Klavier und Viola CD 7 - Trio und Quartett CD 8 - Werke für Kammerorchester CD 9 - Orchesterwerke CD 10 - Werke für Klavier
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 ANTES BM 31.9254
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Im Grase lieg ich Lieder von F. Schubert, R. Schumann, W. A. Mozart, F. Mendelssohn-Bartholdy, K.-R. Griesbach u. a.
Andrea Chudak, Sopran Lidiya Naumova,
Dem Thema „Im Grase lieg ich“ widmete sich das Duo Chudak / Naumova auf Anregung der bildenden Künstlerin Doris Kollmann, die das Gras als bildhafte Metapher für Werden und Vergehen schon früh entdeckte und die Musik dafür als reiche Inspirationsquelle nutzte. Auf der Suche nach geeignetem Repertoire für eine Zusammenarbeit zwischen Musik und Bild fanden die beiden Musikerinnen, die seit 2004 zusammenarbeiten, Lieder vom Barock bis zur Moderne, die vom ersten Grün, dem Erwachen des Frühlings, dem Träumen im grünen Gras sowie von Liebesfreud, Liebesleid und Hoffnung handeln. Nicht nur die Vergänglichkeit allen menschlichen Tuns spiegelt sich in diesem Thema, sondern auch die Hoffnung, die uns immer wieder hinaustreibt, um im ersten Grün den Anfang des neuen Werdens zu erleben.
Andrea Chudak erhielt bereits im Alter von 11 Jahren Gesangsunterricht und studierte später an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Ein weiterführendes Studium absolvierte sie am Institut Musiktheater der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe. Dem Liedgesang widmete sie sich in den Klassen von Eric Schneider und Wolfram Rieger. Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Peter Schreier und Elisabeth Schwarzkopf. Andrea Chudak erhielt mehrfach Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, u.a. beim Int. Emmy-Destinn-Gesangswettbewerb in Budweis. Seit dem Jahre 2001 ist sie an den Opernhäusern in Karlsruhe, Kaiserslautern, Stuttgart und an der Staatsoper Berlin als Solistin tätig. Die in der Ukraine geborene Gitarristin Lidiya Naumova studierte an der Nationalen Musikakademie „Tschaikowski“ und schloss dort mit dem Prädikat „Auszeichnung“ ab. Ein Instrumentalpädagogikstudium führte sie an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, das sie ebenfalls mit „Auszeichnung“ abschloss. An dieser Hochschule ergänzte sie ihre Ausbildung mit den Abschlüssen als Diplommusikerin sowie als Konzertgitarristin. Lidiya Naumova wurde mehrfach mit Preisen bei nationalen Wettbewerben ausgezeichnet, so u.a. beim „Charkower Wettbewerb der GUS-Staaten“ 1996. Seit 2005 unterrichtet sie an Musikschulen in und um Berlin. Sie erhielt u.a. ein Stipendium der „Internationalen Stiftung der Heiligen Maria“. Ihr Engagement gilt besonders der Kammermusik, die sie mit anderen Instrumentalisten und Sängern pflegt. Zahlreiche Gastspiele und Konzerte führten sie nach Deutschland, Dänemark, England, Frankreich, Italien, Polen und in die Ukraine.
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 BELLA MUSICA BM 31.6531
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Easy To Händel
Opera Swing Quartet
Händeljahr 2009 – welch ein willkommener Anlass für das OS4 nach vielen Ausflügen in die musikalische Klassik und Romantik nun auch einmal mit den barocken Formen des Meisters aus Halle und seiner Zeitgenossen zu spielen. Georg Friedrich Händel hat einen Großteil seines Lebens in London verbracht – der Stadt, die zum Inbegriff für weltoffenes Musikverständnis geworden ist. In der englischen Metropole war und ist die fragwürdige Unterscheidung von E- und UMusik völlig nebensächlich, statt dessen kultiviert man den Sinn für perfekte Unterhaltung mit viel Humor auf hohem Niveau – ein Ideal und Anspruch, an dem sich auch das OS4 gern orientiert. Wenn sich die barocken Spielereien des Opera Swing Quartets mit den Elementen verschiedenster Stilrichtungen verbinden, dann heißt das einerseits: Respekt und Sorgfalt im Umgang mit Händels Originalen, also „händel with care“, andererseits aber auch, wie immer, Lust auf Leichtigkeit und Swing und dem daraus resultierenden Motto dieser CD: EASY TO HÄNDEL.
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 BELLA MUSICA BM 31.6530
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Stubenjazz
Erste Deutsche STUBENJAZZ Combo Junia Vent, Michael T. Otto, Uli Binetsch, Harald Oeler, Johannes Deffner, Heiner Merk
“Viele Jahre schwirrte mir die Idee zu STUBENJAZZ im Kopf umher. Der Grundgedanke war der, deutsche Lieder mit Jazz, Latin, Avantgarde und sonstigen Stilen zu mischen. Bei vielen Konzerten im Ausland wurde ich immer wieder angesprochen, ob wir denn nichts „Deutsches“ dabei hätten. Als Jazzer kommt man bei solcherlei Aufforderungen richtig in Verlegenheit. Angeregt dadurch ging ich also auf die Suche und wurde fündig. Aber nicht im 20. oder 21., sondern im 15. bis 19. Jahrhundert! Unerhörte Liedschätze fand ich bei meinen Recherchen; vor allem auch Liedtexte, die zeitgemäßer kaum sein konnten. Von Anfang an hatte ich eine klare Vorstellung davon, wie Stubenjazz klingen sollte und welche Instrumente ich haben wollte. Allerdings hatte ich anfangs noch nicht an den Gesang gedacht. Das Kuhlohorn - ein von dem evangelischen Pfarrer Johannes Kuhlo (1856 bis 1941) modifiziertes Flügelhorn - sollte neben dem Akkordeon die besonderen Farbtupfer bilden. Alle Instrumente sollten unbedingt akustisch sein. So begann ich also die Lieder zu arrangieren für Kuhlohorn, Posaune, akustische Gitarre, Akkordeon und Kontrabass. Während dieser ersten Arbeit wurde schnell klar, dass dieses Projekt ohne Gesang nicht überzeugend realisierbar werden würde. Der Gesang, sprich der Text, steht zwingend im Mittelpunkt der Musik, was auch optisch auf der Bühne bei unseren Live-Konzerten ganz deutlich zu sehen und zu hören ist. Nach diesen ersten Schritten ging ich auf die Suche nach geeigneten Musikern. Erste Voraussetzung sollte sein, dass alle Musiker ebenso in der klassischen wie in der Jazz-Welt zuhause sind.” Michael T. Otto
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